Ein Hans Wurst lebt in einem Haus am Waldesrand. Es ist der Sohn von Frau Wurst, die einst in diese einsame Gegend zog um ihren innersten Traum zu erfüllen. Sie wollte Sonnenblumen züchten, was besonders gut in diesen Höhen gelang. Auch der Waldboden war für die geliebten Sonnenblumen ein großer Segen. Als Frau Wurst damals in diese Gegend zog, war sie bereits schwanger, Hans Wurst wurde geboren unter starken Schmerzen und mit Hilfe einer älteren Dame aus früherer Bekanntschaft. So lebten Frau Wurst und ihr Sohn Hans vom Sonnenblumengeschäft bis ihr Hans ins Schulalter kam und seine Mutter ihn jeden Tag 12 Kilometer ins nächstgelegene Dorf fahren musste. Dieser Kontakt mit dem Dorf und den Menschen konnte Frau Wurst nur schwer ertragen. Es kam der Tag, an dem sie ihren kleinen Sohn die ganze Strecke alleine fahren ließ. Bei Wind und Regen fuhr der kleine Hans den weiten Weg zur Schule mit dem Fahrrad.
Eines Tages kam Hans nicht pünktlich nach Hause. Auch zum Abendessen war er noch nicht da gewesen. Diesen Tag verbrachte Frau Wurst völligst aufgebracht im Haus. Anstatt sich wie jeden Tag nach dem gemeinsamen Mittagessen um die Ernte der Sonnenblumenkerne zu kümmern, starrte sie teilweise unbeweglich, und das über mehrere Stunden, aus dem Fenster und erwartete die Ankunft ihrer Sohnes. Um 19 Uhr begab sie sich langsam in die Garage, wo der alte Wagen stand, mit dem sie einst so glücklich durch die Großstädte dieses Landes fuhr. Derselbe Wagen ist jetzt ein alter, fast unbrauchbarer Wagen geworden, der schon längst eine Werkstatt hätte aufsuchen müssen. Kurz gingen ihr alle ihre Erlebnisse aus vergangener Zeit durch den Kopf. Sie startete den Wagen und ward daraufhin nie wieder gesehen.
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