Donnerstag, Mai 17, 2007

Geistige Nahrung


Heute morgen lief ich aus dem Haus um diesmal pünktlich an die Uni zu kommen. Zuerst fuhr die U-Bahn direkt vor meiner Nase ab. Das bedeutete Stress, denn die nächste U-Bahn zu nehmen hieß, am Bahnhof einen Sprint hinzulegen, um noch den pünktlich abfahrenden Zug nach Mainz zu erreichen. Darauf galt es sich vorzubereiten. Jedoch hatte die Zeit heute morgen nicht gereicht, um ein Frühstück einzunehmen, oder einen Powerdrink, Milch mit Kakao. Also lief ich, wie um mein Leben, ohne jegliche Energiezufuhr um in den Zug zu kommen. Nach knapp einer Stunde Fahrt kam ich schließlich in Mainz und an der Uni an. Dort begann direkt mein Seminar. Danach in die Bibliothek. Dort kam dann langsam der Hunger auf. Die Frage war was tun? Hinausgehen bedeutet alles wieder einzupacken, den Laptop runterfahren, im Spint einschließen, danach wieder rausholen und wieder hoch in die Bibliothek. Lange Zeit was essen gehen kam auch wegen dem Zeitfaktor nicht in Frage. Also beschloss ich den Nahrungsautomaten in der Cafeteria zu plündern. Doch beim Anblick des Angebots wurde mir übel. Ich entschied mich dafür später etwas richtiges essen zu gehen und mein Frühstück durch TUK-Kekse und Schokoriegel aus dem Automaten zu ersetzen. Gedacht, getan. Als der richtige Hunger dann allerdings zwei Stunden später wieder aufkam und ein Seminar-Marathon bevorstand, wollte ich ganz gemütlich nochmals auf Nahrungssuche gehen. In der Mensa angekommen, überzeugte mich der Schweinebraten auch nicht und die Schlange an der Kasse verbot mir ein Brötchen zu kaufen. Meine Zeit war auf 15 Minuten begrenzt. Also gut, dann trinke ich nur einen Kaffee und versuche später noch mal an Nahrung zu kommen. Ich schnappte mir eine Tasse, stellte sie unter den Schlot des Kaffeeautomaten, schob meine Mensacard in den Schlot und drückte den Knopf. Doch es kam kein Kaffee raus. Warum nicht? Ich konnte es nicht fassen. OK, verstehe, auf der Karte ist nicht mehr genug Geld. Wieder eine ewig lange Schlange vor dem Automaten zum Geld aufladen. Also kein Kaffee, zumindest nicht hier. Zurück ins Institut, dort in die Cafeteria um mir dort mit Bargeld, besser gesagt Kleingeld, wovon ich ehrlich gesagt nicht so viel besaß, einen Kaffee zu ziehen. Das klappte. So, jetzt hatte ich allerdings in Bar nur noch 60 Cent um mir was Kaubares zu kaufen. Ich durchforstete wieder den Automaten und fand ein Balisto, das es für dieses Geld zu kaufen gab. Rein in den Schlitz mit meinen letzten Cents und los – was jedoch untern rausfiel war ein Reis-Kräcker. Guten Appetit!